06.01.2019 Sonntag Fast zwei Dutzend Schwimmer und ein Stand-Up-Paddler trotzten den kalten Fluten

Gruppenbild der Schwimmer

Am Wochenende führte die DLRG Eberbach ihr traditionelles Neckarschwimmen durch

Durch den regenarmen Sommer überspült derzeit der endlich höhere Wasserpegel des Neckars die Ufer und führt viel Schlamm mit sich. Beim diesjährigen Neckarschwimmen gelangten die Teilnehmer beim Einstieg am Fahnenmast Rockenau nur sehr vorsichtig über die schwer verschlammte Einstiegstreppe ins Wasser, behindert überdies durch die langen Flossen und die brennende Fackel in der Hand. Das Feuerlicht trägt zum einen zur Erhellung der stockdunklen Wasserfläche bei und zum anderen können die mitfahrenden Begleitboote die Fackellichter durchzählen um zu kontrollieren, dass alle Schwimmer noch bei der Truppe sind. Geschwommen wird rücklings gegen die Schwimmrichtung, vorangebracht von kräftigen Flossenschlägen. In diesem Jahr unterstützte der Neckar mit einer leichten Strömung die Anstrengungen flussabwärts, während ein immer wieder auffrischender Wind am Ende fast alle Fackeln ausgeblasen hatte. Nach etwa 45 Minuten entstiegen die Schwimmer dem kalten Neckar, der sich bei ähnlicher Lufttemperatur bei nur etwa 4 Grad bewegte. Ungemütlich kalt ist der Einstieg, speziell in dem Moment, wenn das eisige Wasser in den Neoprenanzug fließt, sowie an den Händen und Füßen während des Schwimmens. Daher brachen zwei Teilnehmer wegen eisiger Füße vorzeitig ab, ein weiterer musste wegen eines gerissenen Flossenriemens am Ufer bleiben.

Wie in jedem Jahr schickten die DLRG-Ortsverbände Mosbach und Aglasterhausen einen Teil ihrer Rettungsschwimmer, Einsatztaucher und Strömungsretter zum Eberbacher Neujahrsschwimmen. Diese Veranstaltung dient allerdings nicht der reinen Gaudi, eher der Überwindung des „inneren Schweinehunds“, der doch viel lieber auf dem warmen Sofa sitzen würde als im eisigen Neckar unterwegs zu sein. Die Veranstaltung ist eine Übung, die die Rettungsschwimmer, Einsatztaucher und Strömungsretter der DLRG darauf vorbereitet, auch bei winterlichen Temperaturen zur Rettung von Menschenleben in die kalten Fluten zu springen.

Der diesjährige gemütliche Abschluss mit Chilli und Glühwein wurde in der wärmeren Garage durchgeführt und der draußen aufgestellte, brennende Feuerkorb stand bald ziemlich verweist im pünktlich nach Schwimmende wiedereinsetzenden kalten Dauerregen. (UL)

Kategorie(n)
Veranstaltung

Von: Ute Linkenheil

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